News: Dancehallnews mit Sting Review, News aus den Gefängnissen und einem Versuch das Reggaebusiness zu erklären

In Brooklyn hatte der einzig uns bekannte jüdische Reggae Sänger Matisyahu einen kleinen Aussetzer und kickte einem Fotografen die Kamera vom Gesicht. Dies auch noch live on stage an einem grossen Festival. Matisyahu hat sich danach natürlich gleich entschuldigt. Nicht entschuldigt haben sich die Luciano Fans in Nigeria, die den Messenger auf der Bühne mit Flaschen bewarfen. Ob es nun an der Musik lag oder ob es weitere Gründe gab die die Menge zum Tumult bewegte ist nicht ganz klar. Alle wichtigen und unwichtigen Dancehall News der letzten Tage und ein kleiner Überblick zum Geschehen am Sting nun hier.

 

Nachdem Vybez Kartell, Shawn Storm, Calvin „Moonie“ Haye und eine weitere Person wegen dem Mord an Clive „Lizard“ Williams angeklagt sind, stand der Boss der Portmore Empires nun auch noch wegen weiteren Verbrechen vor dem Richter. Kartell der nun wegen Mord, Beihilfe zum Mord, Unerlaubtem Waffen- und Ganjabesitz angeklagt ist, hat im Januar und Februar also einige Gerichtstermine im Kalender. Feiertage und auch sein Geburtstag anfangs Januar blieben und bleiben somit relativ nebensächlich für ihn. Auch aus seiner Crew, sitz Gaza Slim immer noch hinter Gitter und neu steht Pim Pim auf der Fahndungsliste. Das Portmore Empire trifft sich also bald vollständig im Gefängniss wieder.

 

Ein paar Gefängnisse weiter, genauer in Miami, sitzt Buju Banton seine Strafe ab. Nachdem er nun von Gefängnis zu Gefängnis geschoben wurde gibt es einen kleinen Funken Hoffnung für ihn. Laut einem Amerikanischen Gesetz, müssen Angeklagte 70 Tage nach Festnahme vor ein Gericht gebracht werden. Angeblich ist diese Zeitspanne verletzt geworden und Buju’s Anwälte haben nun rechtliche Schritte eingelegt. Im betsen Fall winkt im sogar ein Freispruch wegen einem fehlerhaften Verfahren.

 

 

Einen interessanten Text zum Thema Reggae Business hat Irie FM Online gestellt. Hier lesen

Darin zählen sie einige Fakten auf, woran es aus ihrer Sicht liegen könnte, dass Reggae und Dancehall es im weltweiten Musikmarkt oft nicht ganz so weit schaffen wie sie es verdient hätten. Fraglich allerdings ob einer der einflussreichsten Radio Sender da nicht endlich mal als gutes Beispiel vorangehen sollte. Denn seit Jahren munkelt man: Ohne Schmiergeld gibt’s ja auch auf Irie FM kaum Airplay.

 

Alle Jahre wieder wird geclasht. Pünktlich zum besinnlichen Weihnachtsfest öffnet sich das ganz grosse Schlachtfeld der Reggaeszene. Schon Monate vor dem Sting Festival dreht sich alles nur noch um diesen einen Event. Das grösste und das mit Abstand am meisten beachtetste Reggaekonzert der Welt ist der Platz, wo die neuen Helden im Dancehall gekrönt werden. Und die Verlierer werden gleich zu Grabe getragen wie in dem Clash von Merciless gegen Kiprich zu sehen war.

Alles in allem war der Sting wieder ein Monster Event mit vielen guten Auftritten und guten Clashes aber leider auch mit vielen Absagen und nicht ganz so vielen Besuchern wie erwartet. Vor allem die ganz grossen Headliners liessen sich dieses Jahr, trotz fester Zusage, nicht blicken. Es fehlten Mavado, I-Octane und Beenie Man.

Nun aber zum eigentlich Interessanten. Dieses Jahr startete der Clash zwischen Bounty und Beenie schon am 23.12.2011 am Diamonds Splash. Bounty Killer und Beenie Man duellierten sich da eine gute Viertelstunde lang und man könnte sagen Bounty hat verdient gewonnen. Zumindest war er der einzige der auch kurz danach am grossen Sting Festival auf der Bühne zu sehen war. Angekündigt war auch da ein Clash der beiden Superstars, Beenie liess sich aber erst gar nicht auf der Bühne blicken und blieb Backstage.

Als „Stars“ gesehen haben sich auch die beiden Komiker/Singjays von Twin of Twins. Im Starwars Outfitt betraten sie die Bühne und stellten gleich klar, dass sie heute mit Tony Matterhorn abrechnen wollen. Der liess sich nicht lange bitten und machte Kleinholz aus den beiden. Zum Schluss ihres Battles wurden die Twins wegen unerlaubten Sprüchen, Badwords, auch noch von der Bühne gebeten. Die Polizei beobachtete auch dieses Jahr alles vom Bühnenrand aus und schritt sofort ein, wenn ihnen die Wortwahl nicht gefiel,

Iyara und Deva Bratt, zwei upcoming Artist’s lieferten sich ebenfalls einen Battle. Auch wenn die Showeinlage mit Mutter und Kind von Iyara wirklich sehr, sagen wir mal, speziell war, so ist hier nicht ganz klar, wer gewonnen hat.

Bereits im Vorfeld gehypt wurde Kiprich, der sich aufmacht Ninjamans Position am Sting zu übernehmen. Während vielen Jahren war Ninjaman der „War General“ am Sting und es gibt unzählige und teils legendäre Clashes mit ihm. Doch nun sitzt er im Gefängnis und sein Platz ist frei. Der mehr als energiegeladene Kiprich, vom Sting Veranstalter schon seit Monaten als neuer Ninjaman gehypt, lies Merciless dann auch wenig Chance, liess ihn kaum zu Wort kommen und beendete seinen Clash damit, das er einen Sarg für Merciless auf die Bühne bringen liess.

httpv://www.youtube.com/watch?v=iVsCx_lBJSY
httpv://www.youtube.com/watch?v=4do83m5n9cQ